Von Karlsruhe nach Boppard an einem Tag per Boot

RC Titisee e.V.

Am Samstagabend um 21:00 Uhr, war das Ziel erreicht.

Der Rücken war geplagt, das Sitzfleisch tat weh, die Arme, das Gesicht und die Beine von der Sonne verbrannt, aber trotzdem zufrieden und glücklich, erreicht Matthias Mohr (58 Jahre) mit der ihm zugeteilten Mannschaft aus Ruderern von Karlsruhe, Geesthacht und Marbach, das Ziel in Boppard.

Am frühen Morgen bei Sonnenaufgang ertönte der Startschuss im Karlsruher Hafen, insgesamt 22 Boote mit 85 Ruderer aus ganz Deutschland machten sich auf den Weg rheinabwärts mit der Aufgabe: "All you can row". Diese Ruderveranstaltung wurde nunmehr vom Karlsruher Rheinclub Alemannia zum achten Mal ausgetragen und erfreut sch an immer mehr Beliebtheit in ganz Deutschland. Hervorragend organisiert gingen sämtliche Boote vom Haufen in Richtung Rhein. Mohr, der zum vierten Mal an diesem Ruderevent teilnahm, war mit seiner Mannschaft immer unter den ersten fünf Booten. Das Ziel von "All you can row" ist nicht, dass man als erster ein Ziel erreicht, sondern dass die Ruderer bis zum Sonnenuntergang so viele Kilometer rudern, wie sie können. Auch wenn in diesem Jahr bei den ersten 100 Ruderkilometern mehr Gegenwind und mehr Schiffsverkehr als in den früheren Jahren vorhanden war, hatte die Mannschaft um Mohr die ersten 100 Kilometer auf dem Rhein hinter Mannheim bereits vor 12 Uhr geschafft. Danach lies selbstverständlich die Kraft nach, sodass der weitere Weg mühsam war. Eine größere Auszeit nahm die Mannschaft sich dann in Mainz, um sich neu zu sortieren. Das Ziel war eigentlich die Loreley, aber der schöne Mittelrhein ab Bingen zeigte sich von seiner besten Seite und als die Strömung die Mannschaft zusätzlich voranstrieb, entschied man sich, das Endziel mit Boppard neu festzulegen. Dieses Ziel wurde dann auch um 21 Uhr erreicht, wobei sich schon zwei andere Boote dort befanden. Nur ein Boot hat seine Fahrt weiter forgesetzt und fuhr mehr als 213 Kilometer an diesem Tag. Nachdem das Boot beim Ruderclub Germania in Boppard festgemacht wurde und zu Lande gebracht wurde, stellte sich die Mannschaft in Boppard dem Fotografen (vorne links Matthias Mohr). Alle waren sich einig, dass sie an diesem Wettbewerben nicht das letzte Mal teilgenommen haben.

Matthias Mohr